Anzeige:
Titel Grafik
   STARTSEITE ITZEHOE AKTUELL    IMPRESSUM    Werbung bei uns    Email an uns    Weitere Magazine    Artikel suchen    Ferienhäuser suchen und gleich buchen

Itzehoe aktuell

  HOMEPAGE


urlpoint  Musseen Dithmarschen


Anzeige:
































Naturbeobachtung als Erlebnis

Auf Safari im Speicherkoog


Foto: Auf Safari im Speicherkoog MELDORF (pid). Touristen müssen nicht unbedingt nach Zululand fahren, um Wildtiere aus einem Versteck heraus unbemerkt beobachten zu können. Auch im Kreis Dithmarschen gibt es jetzt Naturbeobachtung als Erlebnis. Die Landesregierung hat den Bau von zwei Beobachtungshütten (Hides) in den Dithmarscher Naturschutzgebieten "Wöhrdener Loch" und "Kronenloch" gefördert. Landrat Dr. Jörn Klimant: "Unter fachkundiger Anleitung des Naturschutzbundes können im Meldorfer Speicherkoog auch Rollstuhlfahrer barrierefrei 'auf Safari gehen'."

Neben dem erfolgreichen Einsatz von Robustrindern, Konikpferden und Schafen als "vierbeinige Landschaftspfleger" im Meldorfer Speicherkoog dienen jetzt auch die beiden Beobachtungshütten dazu, Natur für Menschen erlebbar zu machen. Vögel lassen sich bei ihrem Alltagsgeschäft aus sehr kurzer Distanz beobachten, fotografieren und filmen, weil sie sich ungestört fühlen. Landrat Dr. Jörn Klimant: "Die so genannten Hides sind weitere touristische Attraktionen im Speicherkoog, die für die Urlaubsregion Dithmarschen werben. Es sind die ersten Beobachtungshütten in Schleswig-Holstein, die behindertengerecht errichtet worden sind."

Ergänzt werden die "Hides" wie alle Naturschutzgebiete durch das Besucherinformationssystem. Dabei handelt es sich um Informationstafeln, Informationskarten und Objekttafeln. Die notwendigen Mittel hat das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MLUR) bereit gestellt. Gleichfalls aus dem Budget des MLUR für Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen in Naturschutzgebieten stammen 98.000 Euro für die Errichtung der "Hides", mit der ein Dithmarscher Unternehmen beauftragt war.


Beobachtungshütten im Speicherkoog

Foto: Auf Safari im Speicherkoog


Hide im Naturschutzgebiet "Kronenloch"
Für die Wahl des Standortes dieser Beobachtungshütte sprachen die unmittelbare Nähe zum Informationszentrum Wattwurm sowie der angrenzende barrierefreie Sukzessionserlebnispfad. Hinzu kamen zwei weitere maßgebliche Faktoren: An diesem Hide befinden sich der Zulauf vom Hafen zum Salzwasserbiotop. Bei Flut strömt Nordseewasser über das Hafenbecken in diesen Bereich, in dem sich zahlreiche Kleinfische tummeln. Wie ein Magnet zieht dieser zweimal täglich reichhaltig gedeckte Tisch Scharen von Wasservögeln an.

Behindertenparkplätze, Bushaltestelle und barrierefreies WC im Wattwurm gehören zur Infrastruktur für Besucher ebenso wie die bewegliche Sitzbank in der Beobachtungshütte Kronenloch.

Hide am "Wöhrdener Loch"
Der zweite Hide wurde in ähnlicher Ausstattung am westlichen Rand des Naturschutzgebietes "Wöhrdener Loch", dem Weidegebiet der Koniks,in der Gemeinde Warwerort errichtet. Bis 1978 fand sich hier noch ein großer Priel, der abgedeicht worden ist. Der reichliche Quellerwuchs vor der Beobachtungshütte zeigt an, dass noch salzhaltiges Qualmwasser unter dem Deich hindurch dringt.

An diesem Beobachtungspunkt zeigen sich konzentriert die Wechselbeziehungen zwischen dem Watt als Nahrungsgebiet und dem heutigen Naturschutzgebiet als Ruheraum für die Vögel. Zweimal am Tag, wenn die Flut das Wattenmeer überspült, fliegt an dieser Stelle eine große Anzahl von Vögeln, insbesondere Wat- und Entenvögel, in das Naturschutzgebiet ein, um dort die beginnende Ebbe abzuwarten.

Radfahrer, Skater und Fußgänger können diesen Naturschauplatz vom 1. April bis zum 31. Oktober problemlos erreichen. In dieser Zeit ist die Zugangsstraße für Kraftfahrzeuge aus Gründen des Vogelschutzes durch Schranken verschlossen.

Landrat Dr. Jörn Klimant: "Wir bieten Touristen und Tierfotografen einen Logenplatz für ein in Deutschland einmaliges im Rhythmus der Gezeiten ständig wechselndes Naturprogramm."